Baguette ganz einfach – Achtung Suchtgefahr!

Unglaublich authentisch!
Nach langem Experimentieren nun ein Brot für alle Zwecke, das sich dank der Ährenform einfach in einzelne Brötchen brechen lässt. Am allerbesten aber ist die Konsistenz – unserer Meinung nach perfekt.

500g Weizenmehl Typ 550
30g Weizenkleber/gluten und 30g Weizensauer (diese beiden Zutaten haben wir von www.backstars.de, da gibt es massig nette Backzutaten und -Hilfen, wieder ein toller Tipp von Frau Keller!)
1 Würfel Hefe
1 Teel. Salz (nicht direkt mit der Hefe zusammenkommen lassen)
330-340g Wasser – alles zusammen 2 min. Teigstufe kneten lassen.

In eine eingemehlte Schüssel geben, mit Klarsichtfolie plus Handtuch abgedeckt 30 min gehen lassen.

Herausnehmen, auf der Arbeitsfläche mit dem Spatel in drei Teile teilen, nicht mehr kneten. In drei lange Stränge ziehen, dabei die Rolle einfach in der Luft durch ihr eigenes Gewicht langziehen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen.

Nun kommt der Ähreneffekt: mit einer Schere flach angesetzt im regelmäßigen Abstand ca. 6-8mal von oben V-förmig einschneiden. Die entstehenden Zipfel abwechselnd nach rechts und links kippen, in Form ziehen, so dass eine Ährenform entsteht. Mit einem Tuch abdecken und nochmal mindestens 30min gehen lassen, wenn es nicht so warm ist eher 45min – es lohnt sich! Mit Mehl bestäuben.

In den auf 220° vorgeheizten Ofen eine Schale Wasser stellen und das Baguette hineingeben. Ich sprühe immer noch etwas Wasser zusätzlich in den Ofen. Je nach Ofenstärke und gewünschter Bräunung 20-30min backen.

Manche Leute schwören auf einen zusätzlichen Effekt, wenn man das frische Brot nach dem Backen kurz in ein Handtuch einwickelt – bei uns kommt es allerdings meistens direkt auf den Tisch…

Dieses Baguette hat bei uns wirklich alle überzeugt, auch die, die sonst immer nicht so ganz begeistert sind von selbstgebackenem Brot. Mit dem Weizensauer wird der Geschmack genial, durch den Weizenkleber die Konstistenz.

Nachträge:

  • Hier noch ein Tipp vom professionellen französischen Baguettebäcker zum Formen der Brote: Video. Eine auch ganz gute Beschreibung zum korrekten „Einritzen„.
  • Auch mit Vollkornmehl (in diesem Fall nicht selbstgemahlen) sehr gut gelungen. 20-30g mehr Wasser nehmen. 
  • Maximalmenge: ein Kilo Mehl, d.h. die doppelte Menge geht leider wirklich nicht. Wir haben die doppelte Menge trocken angerührt und dann geteilt und separat geknetet. So muss man nicht alles zweimal abwiegen.
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2 Antworten

  1. Ein tolles Rezept, das wird bald einmal getestet.

    Übrigens darf Hefe ruhig mit Salz in Kontakt kommen. Das Hefe-Salz-Verfahren wende ich beim Backen von Rosinenstütchen und anderen Backwerken schon lange an und habe damit immer gute Erfolge erzielt.

    http://schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2007/09/saatenbrot-rose.html#more

    Das Rezept befindet sich am Ende des Beitrages. Klappt wirklich, obwohl ich sehr skeptisch war.

    Liebe Grüße von einer TM-Begeisterten

    Jutta

  2. Hallo Jutta,
    danke für den Hinweis. Hatten mal einen Misserfolg mit Hefeteig und es sah so aus, als hätte es daran gelegen. Umso besser! Die Rosinenstütchen stehen jetzt bei uns auf der Liste…
    Viele Grüße!

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